Anfrage zum Plenum offenbart Diskriminierung von Rettungsassistenten!

In Reaktion auf die zum 01.01.2024 auslaufenden Übergangsregelungen bezüglich der Ausbildung von Rettungsassistenten im Vergleich zur neuen, ab diesem Zeitpunkt nur noch zulässigen Ausbildung zum Notfallsanitäter, hatte ich eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung gestellt.

Die Antwort ist verblüffend und erschreckend zugleich. Politische Entscheidungsträger sprechen nach fast zehn Jahren Übergangsfrist die Kompetenzen und Fähigkeiten der vorherigen erstklassigen Ausbildung von Rettungsassistenten ab. Vielmehr möchte man ab dem kommenden Jahr nur noch auf ausgebildete Notfallsanitäter zurückgreifen.

Vielleicht sollten wir uns alle darauf besinnen, dass es in kritischen und lebensbedrohlichen Situationen auf praktische Erfahrung, Engagement und tatsächliche Fähigkeiten ankommt, und nicht auf bürokratische Regelungen.

Die Behauptung, dass die Verwendung von Rettungsassistenten zu Lasten einer optimalen Patientenversorgung ginge, wirkt nicht nur haltlos, sondern entbehrt jeglicher Realitätskenntnis. Diejenigen, die tagtäglich Leben retten, verdienen mehr Respekt und Anerkennung, unabhängig von bürokratischen Etiketten.

Hinzu kommt die Tatsache, dass von 1989 bis 2014, also über 25 Jahre lang, eine zweijährige, privat finanzierte Ausbildung der Standard war und erst 2014 durch eine neue dreijährige reguläre Ausbildung ersetzt wurde. Die Behauptung, Rettungsassistenten hätten keine ausreichende Qualifikation und nur Notfallsanitäter wären fachlich geeignet, entbehrt jeglicher Praxis und Kenntnis, besonders in Anbetracht der neunjährigen Übergangsfrist.

Andere Länder erwägen, die Übergangsregelung zu verlängern, da der Bedarf vorhanden ist und Rettungsassistenten einst die Vorreiter waren, was nun die Notfallsanitäter sind. Dass die Berufsbezeichnung und Ausbildung plötzlich nichts mehr gelten sollen, ist erschreckend, insbesondere wenn viele Rettungsassistenten sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit im Rettungsdienst engagiert haben. Ihre Qualifikationen sollten nicht auf die Rolle eines Fahrers von Rettungswagen reduziert werden.

Es ist höchste Zeit, die unnötige Diskriminierung von Rettungsassistenten zu beenden und stattdessen die wirklichen Bedürfnisse des Rettungsdienstes in den Fokus zu nehmen.

Die Anfrage und Antwort finden Sie unter:
www.matthias-vogler.info/kleine-anfragen/

Ihr Matthias Vogler, MdL
Volksvertreter in Bayern

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